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Rothörnchen, Erdhörnchen, Palmenhörnchen, Borstenhörnchen, Baumhörnchen, Schönhörnchen … was sich liest wie die Sprechübungen eines naturlieben Melancholikers mit Hang zur Verniedlichung ist ein Auszug aus der puscheligen Familie der Hörnchen.

Die Bundesartenschutzverordnung hat die Nager in den Bestand einheimischer und somit schützenswerter Tiere aufgenommen, und schützen muss man sie nicht nur vor den Menschen. Denn weitaus häufiger als man annehmen würde sammelt sich der ein oder andere einen Hausvorrat an putzigen Hörnchen an, die in Volièren zu halten nicht unbedingt strafbar ist.

Doch die größte Bedrohung für das Eichhörnchen nicht als Individuum sondern als Gattung geht von einem zugereisten Verwandten aus: Dem grauen Eichhörnchen. Es wurde als Haustier 1873 aus den vereinigten Staaten nach Großbritannien eingetragen. Sein putziges Erscheinungsbild sollte die britische Fauna bereichern. Das tut es nun auf recht rabiate Art und Weise und macht sich langsam in ganz Europa breit. Es unterscheidet sich in Farbe und Größe deutlich von dem europäischen Hörnchen: Das auch hierzulande ansässige Tier ist von rötlicher Farbe, welche je nach Jahreszeit und Tier dunkler oder heller ausfallen kann, und erreicht eine durchschnittliche Größe von ca. 20 cm (ohne Schwanz) und ein Gewicht von 200 bis 400 Gramm. Das ‚eingeschleppte’ Grauhörnchen hingegen erreicht ganze 30 cm und stattliche 400 bis 700 Gramm.

Unschwer zu erraten, wer von beiden im Kampf um Nüsschen und Lebensraum meist als Sieger hervorgeht. Darum kann man in ganz Europa die besorgniserregende Beobachtung machen, dass - wo das graue Hörnchen erst einmal auftritt - das rote immer seltener wird. In England, der Zentrale für Grauhörnchen, begegnen einem die einheimischen Tiere fast gar nicht mehr. Einer Armee von 2 Millionen Grauhörnchen stehen geschätzte 160.000 rote gegenüber.

Die Sorgen um den Bestand der roten Nager tragen bisweilen sonderbare Früchte. So berichtet BBC vom Vorhaben der Minister, das Vorkommen der großen Grauen mit kulinarischen Mitteln zu dezimieren. Einer soll Abhilfe schaffen, der bis in die britischen Küchen hinein gehört und verstanden wird: Jamie Oliver. Er soll vormachen, wie man die graue Fraktion mit eigenen Mittel schlagen kann. Wer dem anderen die Nüsschen wegfuttert, kommst selbst auf den Teller. Wenn Schulkinder das Fleisch der Zuwanderer zwischen den Zähnen zermahlen sollen sie nicht nur an den hoppelnden, kulleräugigen Fleischlieferanten denken, sondern ihren Dienst am Arterhalt dessen kleinen roten Bruders leisten. Tatsächlich schmiedet man in England mittlerweile Pläne, mit Giftködern Jagd auf die höchstselbst eingeschleppten Eindringlinge zu machen.

Durchgesetzt hat sich noch keins der beiden Verfahren, augenscheinlich müsste man sich aber für eins entscheiden.

(Bild: http://bailey.aros.net)

20.3.07 19:46
 
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