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An die friedlose Welt

August Stramm : Der Letzte. 1916


"He! da oben! ich lache! drei Tage stürzen! brüllen! drei Tage Jahre Ewigkeiten! und bist noch nicht zerstürzt, verfluchter Himmel! Blaubalg! pafft Zigarren und stiebt Asche. Alles zusammen den Graben. Schützengraben. Schutz. Grab. die Stellung wird gehalten bis zum letzten Mann! vorwärts Jungens. Das Blaugespenst klimmt rote Augen auf. rot. feuerrot. verschlafen. Der Tag hält nicht aus. so oder so! schiesst! schiesst! der Wald! ja. in den Wald! Schädel. Wolken, lustig! der beste Schütze darf ja. darf zuerst schlafen. Teufel! Schlafen! Mord Müdigkeit Rasen Wut! He! Bursche? Bursche da vorn! willst du? willst du schiessen? du? ja? der kopf zwischen die Beine geklatscht? Drückeberger! schiessen! Knallen! seht! sie kommen aus dem Wald. raus aus dem Lauf! die Backe gesetzt! brav! brav! Schnellfeuer! Blaue Bohnen! Bohnen! Blaue Augen! mein Schatz hat blaue Augen. haha! drauf! drauf! sie laufen. Korn nehmen.Ziel scheiben. laufen. Mädchenbeine. ich beisse. beisse. verflucht. Küsse scharfe, draufgehalten! Standvisier Aug in Auge! Wasser? was? die Läufe glühn? alle Schläuche glühn. letzte Nacht hat die Feldflasche zerschlagen. das trockne Glas geleckt. Die Zunge blutet schluckt. schluckt. schiesst die Flinten kalt! euch selber kalt. Kaltes Blut! da vorne pfützt Wasser. Pfui Teufel! gierig! Dreck! Blut, blutiger Dreck. Blut modert zu schnell. Feuer! Schnellfeuer! raus! nicht einschlafen! Wer? nehmt ihm die Patronen aus der Tasche. Wir brauchen sie. der Kerl blutet! ein kleines Loch kann so bluten! schiessen! Zielpunkt. Donner! knacken! das Flattern! so müsst ihr auch schiessen. Zielen. zielen. gut. ruhig. die Hunde drüben, die arme Erde. Brief in der Tasche? natürlich, schlapp und gleich tot auf der Nase. "mein lieber Mann!" ja. Männer brauchen wir. aber keinen Toten hier. essen. Bröckel Schocolade. Mutter, schiesst Kerle, ach Mütter weinen immer. schiesst! ich war ein weicher Junge.Teufel! Kopf hoch! die Nasen aus dem Dreck! Was? Keiner? alle? Faulenzer! Verstärkung. Hört ihr? Verstärkung kommt. Feind nicht ranlassen! die Flinten vor! Teufel! totsein ist Schande! seht! ich schiesse. schiesse. Verstärkung hört! Trommeln. Hörner. Tata trrr! eilt da hinten! eilt! Muttertränen. Vaterbrünste. Dreck! Drei Tage Dreck! Menschen! meine Mutter hat mich immer so sorgsam gewaschen. Grab. Hölle. Teufel. mein Arm schiesst. Finger ladet. Auge trifft. Hurrah! Hurrah! die Beine in der Hand! Hurrah! Tod und Leben! hurrah! Eisen! hurrah! drauf! Mein Kopf! Kopf! wo ist mein Kopf? voran. fliegt. Kollert, brav. Bursche! in den Feind! beissen beissen! Säbel! ha! weich der Vaterbauch. weich. Mutter. wo bist du? Mutter. Ich dich nicht? Mutter du küsst. Mutter. rauh. halte mich. ich falle doch. Mutter. ich falle. Mutter." (August Stramm)
2.8.06 10:22


Aus dem Lernkästchen, Tag der offenen Türe



"Nun ist es aber gar nicht einzusehen, was den Menschen dazu bringt, nicht eher aus Faulheit zu sterben als durch Arbeit zu überleben."
Univ.-Prof. Dr. Hans-Dieter Klein ringt in seiner Einführung in die Geschichtsphilosophie auf Seite 37 mit dem Marxismus und versucht, den Leser in eine ähnliche Verwirrung zu stürzen. Nun verhält es sich mit dem durchschnittlichen Leser seines Buches so, dass dieser sich über die ersten drei Kapitel des Buches prüfen lassen möchte, um sich gröbere Arbeiten für einen Zeugniserwerb zu ersparen. Er arbeitet also aus Faulheit! Handelt es sich dabei nun um ökonomisches Handeln?

Dr. Klein schreibt weiters:
"So werden also Arbeitsprozesse erst dann psychisch akzeptiert, wenn sie nicht bloß Mittel zum Zweck für eine spätere Triebbefriedigung sind, sondern wenn sie zum Selbstzweck geworden sind, also dann, wenn jene Verkehrung eingetreten ist, welche die Mittel zu Zwecken, die Zwecke zu Mitteln macht."
Folglich wäre es weitaus sinnvoller, das Zeugnis vor der Prüfung und als Motivation zum Lernen zu erhalten. Da man sich durch die Lektüre des Buches aber sowieso Arbeit durch Arbeit ersparen wollte, wäre durch diesen marxistischen Trick tatsächlich das Ziel durch die Auslassung des Prüfungsmoments erreicht. Marx Hauchseele würde frohlocken, wenn man diesen Gedankengang nachvollzieht, während man auf dem Sammelzeugnis auf einmal eine positive Bewertung einer Lehrveranstaltung entdeckt, an der man nie partizipiert hat.

Nun ist es auf einmal gar nicht einzusehen, warum man durch Arbeit sterben sollte.

Das Einführungswerk Dr. Kleins ist im Übrigen empfehlenswert, aber sehr kompakt geschrieben. Die Lektüre hat den Charakter eine straffen Vorlesung, der man beisitzt; geringes Vorwissen in der Philosophie ist unverzichtbar, da Kenntnisse zu Grundbegriffen unkommentiert vorausgesetzt werden. Auf den ersten 37 Seiten tummeln sich Aristoteles, eingehakt bei Platon, Leibniz schaut mit seiner Monade vorbei und Kant weiß alles noch besser. Freuds Triebtheorie kommt kurz zur Sprache und es wird nicht ganz klar, warum Triebinhalte "Freiheit in unfreier Gestalt" sein sollen. Marx zitiert unwissentlich Kant und hier sind wir schon bei unseren Auszügen angelangt.

Weitermachen.
1.7.06 18:29


28.5.06 01:08


Obwohl ich mich derzeit dringlichen Literaturrecherchen hingebe und keine Zeit für exzessive Randerfahrungen ausser den Wahnsinn habe, bin ich dennoch der mitfühlende, sensible Erdenbürger geblieben, den ihr alle liebt und verehrt. Zudem lerne ich nicht für mich, sondern die Menschheit, darum kann ich diese wichtige Entdeckung nicht für mich behalten, welche ich gestern gemacht habe. Auch ihr sollt von meinen brotbringenden Studien profitieren.

Vom Umgang mit Drachen:
(Handwörterbuch zur deutschen Volkskunde, Berlin/Leipzig 1929/30)



(Über Hinweise, wie man apotropäisch seinen Hintern zeigt, wäre ich dankbar)
9.5.06 10:42


30.4.06 19:47


Wie der edle Leser bemerkt, habe ich momentan viel für die Uni zu tun. Das bedeutet wie immer ein Einhergehen mit dringlichen Kopier- Schnibbel- Aufräum- und Malarbeiten.
Ja, der Kosmos der Entdeckungen und Tätigkeiten ist unermesslich!

Die Welt ist ein Lustort der Ablenkung, und die SZ leuchtet in die finstersten Ecken der Lächerlickeiten.
Auch wenn es die Gattung der Lächerlichkeiten ist, die uns erst lachen macht, dann staunen und dann auf einmal, an der Käsetheke, fangen wir an zu weinen und fallen uns in die Arme und niemand weiß genau, warum.

6.4.06 12:30




Endlich! Da öffne ich gerne dem irritierten Postboten in Jeans und T-Shirt über Schlafanzug.
6.4.06 10:30


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