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'Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.'

Was Blicke bereisen wissen die Blicke allein, sie schauen, was ihnen die Vernunft verbietet, nachts, wenn die Augen geschlossen sind: Laterna Magica!

Wenn das Schamgefühl eingeschlafen ist, Zucht und Anstand mit dem Wecker auf 7:00 Uhr eingestellt, kommt Bewegung in das Unterbewusstsein. Da reibt sich der Egomane in Dir die Augen, Größenwahn kippt drei Espresso auf Ex, Endorphine und das Bewusstsein unwiderstehlichen Sex-Appeals fluten den dröge daliegenden Körper. Irgendwann klatschen sie in die Hände, Auf geht’s, jetzt wird geträumt! Das bisherige Leben wird in lebenden Bildern bewältigt und stolziert im Maßanzug Deiner Vorstellung nach Deinem Drehbuch.
Manche Schlafenden mögen über komplexe symbolische Besetzungen ihres Traumpersonals verfügen, bei mir gibt es in der jungen Vergangenheit eine deutliche, unschwer zu interpretierende Starrolle: Superjulia.
Sie ist häufig gebucht.



Superjulia reißt die Faust in die Luft und fliegt ihr nach. Wo Superjulia ist, wird sie dringend gebraucht.
So fliegt sie in ihrem sexy Body umtriebig umher, Zwischenstop Lover-Boy, durchschaut den Plan hinter allem. Manchmal ein Realitätsstreifen am Horizon, sie muss auf dem Weg zur Erdrettung landen und einen Einheimischen nach dem Weg fragen, aber sogleich: Voran!
Das Gefühl, Station für Station das Prinzip zu durchschauen, ist berauschend, wie ein Puzzle fügt sich Teil an Teil. Superjulia rasend wie ein Blitz, Bewunderung hinkt nach, fähnchenschwingend.

Im Moment höchster Aufregung (Jetzt ist das letzte Stück zum Glück gefunden! Finale! Ich erkläre euch alles, ich löse euch auf! Kommt alle her, ihr werdet glücklich!) reißt es Selbstreflexion, Zweifel und Pragmatismus aus den Betten. Sie schütteln entrüstet über die Geschehnisse den Körper wach und sprühen alle Einbildung mit kalter Gesetzmäßigkeit ab, reißen dem Traum seine samtschwärmerische Maske herunter. Wie Obi-Wan Kenobi...nichts unter dem Deckmantel.

So liegt man wach und wackelt mit dem Zehen. Fühlt sich echt an, aber irgendwie nicht supermäßig. Wenn wir aufwachen haben wir höchstens noch ein bisschen aufgeregten Schaum vor dem Mund.
22.3.07 09:57


Rothörnchen, Erdhörnchen, Palmenhörnchen, Borstenhörnchen, Baumhörnchen, Schönhörnchen … was sich liest wie die Sprechübungen eines naturlieben Melancholikers mit Hang zur Verniedlichung ist ein Auszug aus der puscheligen Familie der Hörnchen.

Die Bundesartenschutzverordnung hat die Nager in den Bestand einheimischer und somit schützenswerter Tiere aufgenommen, und schützen muss man sie nicht nur vor den Menschen. Denn weitaus häufiger als man annehmen würde sammelt sich der ein oder andere einen Hausvorrat an putzigen Hörnchen an, die in Volièren zu halten nicht unbedingt strafbar ist.

Doch die größte Bedrohung für das Eichhörnchen nicht als Individuum sondern als Gattung geht von einem zugereisten Verwandten aus: Dem grauen Eichhörnchen. Es wurde als Haustier 1873 aus den vereinigten Staaten nach Großbritannien eingetragen. Sein putziges Erscheinungsbild sollte die britische Fauna bereichern. Das tut es nun auf recht rabiate Art und Weise und macht sich langsam in ganz Europa breit. Es unterscheidet sich in Farbe und Größe deutlich von dem europäischen Hörnchen: Das auch hierzulande ansässige Tier ist von rötlicher Farbe, welche je nach Jahreszeit und Tier dunkler oder heller ausfallen kann, und erreicht eine durchschnittliche Größe von ca. 20 cm (ohne Schwanz) und ein Gewicht von 200 bis 400 Gramm. Das ‚eingeschleppte’ Grauhörnchen hingegen erreicht ganze 30 cm und stattliche 400 bis 700 Gramm.

Unschwer zu erraten, wer von beiden im Kampf um Nüsschen und Lebensraum meist als Sieger hervorgeht. Darum kann man in ganz Europa die besorgniserregende Beobachtung machen, dass - wo das graue Hörnchen erst einmal auftritt - das rote immer seltener wird. In England, der Zentrale für Grauhörnchen, begegnen einem die einheimischen Tiere fast gar nicht mehr. Einer Armee von 2 Millionen Grauhörnchen stehen geschätzte 160.000 rote gegenüber.

Die Sorgen um den Bestand der roten Nager tragen bisweilen sonderbare Früchte. So berichtet BBC vom Vorhaben der Minister, das Vorkommen der großen Grauen mit kulinarischen Mitteln zu dezimieren. Einer soll Abhilfe schaffen, der bis in die britischen Küchen hinein gehört und verstanden wird: Jamie Oliver. Er soll vormachen, wie man die graue Fraktion mit eigenen Mittel schlagen kann. Wer dem anderen die Nüsschen wegfuttert, kommst selbst auf den Teller. Wenn Schulkinder das Fleisch der Zuwanderer zwischen den Zähnen zermahlen sollen sie nicht nur an den hoppelnden, kulleräugigen Fleischlieferanten denken, sondern ihren Dienst am Arterhalt dessen kleinen roten Bruders leisten. Tatsächlich schmiedet man in England mittlerweile Pläne, mit Giftködern Jagd auf die höchstselbst eingeschleppten Eindringlinge zu machen.

Durchgesetzt hat sich noch keins der beiden Verfahren, augenscheinlich müsste man sich aber für eins entscheiden.

(Bild: http://bailey.aros.net)

20.3.07 19:46




Manchmal muss man geduldig sein.
20.3.07 19:43


Die Fackel

Ein Stück Weltgeschichte ist nun wieder zugänglich. Karl Kraus ist lange genug tot, sein geistiges Eigentum gehört uns allen. Nun können wir unser neues Spielzeug betrachten: es ist die Sprache. Das Wort das sich wehrt, Werkzeug zu sein. Es will sich selbst dienen, der Begriff als autonomer Raum. Im beginnenden 21. Jahrhundert können wir zurückblicken auf das beginnende 20. 'Die Fackel' leuchtete in einer Zeit ohne Verstand und konnte den Sog Deutschlands nicht aufhalten, alle Motoren standen auf Krieg und ein Land raste hinein. Und nicht nur einmal. Wir könnten es anders machen. Karl Kraus und Andere versuchten es.
28.1.07 00:28






21.1.07 19:55


Auf Jobsuche

Manchmal möchte man wilde Sachen machen, man möchte seine Skandalen an- und die Welten umziehen. Man sieht etwas großes und will es sein, man dehnt sich täglich, reckt sich, um das Große von oben zu sehen, es zu erfassen, es zu verstehen, ihm einen Namen zu geben und zu ihm zu werden. Dann hat man sich groß genug gedehnt und schaut oben drauf und dann hat da ein Vogel hingemacht. Pfui wie irdisch! Man wünscht sich sofort klein und ganz anders als das Große, man will eine Perle sein, die in eine Moosmulde kullert und dort wie in der Schmuckschatulle der Bewunderung harrt.
Großer Körper stört, klein und ründlich will man sein! Man denkt und denkt bedrückende Sachen, edle, dichte geistige Materie will man sein, ein Brillant erwartungsfroher Reinheit, schleife mich Leben denkt man sich und presst und presst alles Überflüssige aus sich heraus, nach Jahren kugelklein rollt man ja rollt man in die Moosmulde... und ein Vogel macht auf einen drauf.
Man ist brüskiert!
Man macht eine lange rhetorische Pause, die mit gekränkter Unendlichkeit droht!

Man möchte die Dreistigkeit aller Kulturverachtung sein, ein allzeit bis zum Anschlag geladener Vogel will man sein. Will man aus seiner Mulde heraus die intellektuelle Welt vollköckeln. So liegt die beleidigte Perle in ihrem erdigen Zuhause, ein einziger schillernder Mantel um irgendeinen Wunsch von früher.
Ein kleiner Punkt verbohrter Schönheit in einer sich um sich selbst drehenden Welt.
21.1.07 18:53


Diplomatie



Welt! Meine Diplomarbeit ist Mittel gegen Armut, Ausbeutung und Ammenmärchen! Zieh Dir Deinen Wintermantel an, Planet!
12.9.06 17:20


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