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Zum Denken in die Tonne

Ich brachte die letzten Schritte zur Haustür hinter mich, und wurde immer nervöser. Würde sie noch da liegen? Hoffentlich nicht, dann könnte ich mir Geschichten ausdenken. Allerdings müsste die Geschichte verdammt gut sein, um mich davon überzeugen zu können, dass sie doch nicht tot gewesen ist. Davongeflogen. Nach einem Nickerchen.
Heute morgen jedenfalls lag sie eng in den Türrahmen eines Kellerabgangs gedrückt. Den Kopf zur Seite gedreht, das Schnäbelchen unter einen Flügel geschoben. Zarte graue Augenlider bedeckten die Taubenäuglein. Der Körper sah friedlich aus und warm. Angstvoll blickte ich den Vogel an, und wartete darauf, ob sich sein Rumpf heben und senken möge. Ob sich der kleine Vorhang öffnen und mich die vorwurfsvolle Traurigkeit eines sterbenden Tieres anblicken würde. Mich zur Tätigkeit herausfordernd.
Ich erschrak, als ich Erleichterung verspürte: Das Tier war tot.

Den Tag über auf der Arbeit dachte ich kaum an die Taube, wollte es auch nicht.
Doch gleich würde ich an dem Kellerabgang vorbei gehen.
Und da liegt das Tier. Kleiner als heute morgen. Das Gefieder nicht mehr geplustert, der Körper wirkt in sich zusammengesunken. Die Augenlider haben sich zurück gezogen, kleine schwarze Augen erblicken nichts mehr. Ich sehe keine Fliegen oder sonstiges Getier und mir ist klar, dass ich das Tier hier nicht liegen lassen kann.
So wird man, wenn man ein Baby hat. Der Tod rührt einen auch auf ganz sachliche Art und Weise. Es könnte ein Baby hungrig von der Arbeit nach Hause kommen, das tote Tier entdecken und es sich gleich einmal in den Mund schieben.
Die Muttermaschine läuft an und hakt sich bei der Tierliebe ein: Die Leiche muss weg. Für die Ästhetik. Für die Würde der Taube. Für alle Babys und Kleinkinder, die noch nicht wissen, dass was lebt auch stirbt. Ich mache den Weg frei für den Blick der Kleinkinder, der alle Sonnenuntergänge rot denkt.
Ich gehe in die eine Richtung, dann in die andere, ziehe zwei Kartonhälften aus dem Altpapiercontainer. Hebe die Taube auf der einen Seite an. Dann auf der anderen. Sie ist steif und lässt sich nicht einfach in einen Karton heben oder schieben. Anfassen will ich sie auch nicht. Nichts vom Tod nach oben zu meinem Baby tragen. Arme Taube.
Nach ein paar Versuchen wendet sich das Tier und plumpst, den Bauch präsentierend, in die eine Kartonhälfte. Ich betrachte sie, ich habe noch nicht viele Tote gesehen. Außer Insekten. Und Pferde, und eigentlich auch ein paar Menschen. Aus der Ferne, aber diese Taube ist ganz nah und jetzt.
Da liegt sie nun also. Ich setze die zweite Kartonhälfte auf die erste und habe das Bedürfnis, eine Blume zu der Taube zu legen, ehe ich sie wegschmeiße. Denn was soll ich mit ihr tun, außer sie wegzuschmeißen. Hätte ich einen Garten, würde ich sie vergraben. So habe ich, hier und jetzt, nicht einmal eine Blume.
Und es stellt sich die absurde Frage: Ist eine tote Taube im Karton Biomüll?
Ich muss ein bisschen weinen. Und das scheint mir der Moment, sie in die Restmülltonne zu legen. Einen Augenblick halte ich inne und fühle mich schäbig.
Doch dann beginnt der Aufstieg, Stockwerk um Stockwerk, zum Kind. Man muss weiter gehen.
11.8.15 22:53


Mich gibt es ja noch!

Manchmal muss man sich seiner selbst vergewissern. Meist sollte man es bleiben lassen.
Seinem jüngeren Selbst in einem verstaubten Blog wiederzubegegnen, das hat etwas rührendes. Man klickt sich ungläubig an, dreht sich zwischen den Fingern, hält sich gegen das Licht, erfreut sich an den Regenbogen, die einem ins Gesicht fallen. Man betritt einen kühlen Kirchenraum, aus der man doch ausgetreten ist, zündet ein Kerzlein an und würde niemals zugeben, dass man einem Gott, dem man keine Steuern zahlt, gerade die Zusage abzukaufen versucht, dass vieles wieder so sein mag wie früher.
Doch nach erneutem Kirchenaustritt blickt man in den Himmel und sieht nur Bauplanen, Bauplanen knattern im Wind, Bauplanen hängen in Streifen in den Bäumen. Man blickt gerade rechzeitig wieder nach unten, um seinen Füßen dabei zuzusehen, wie sie in einen Hundehaufen treten.
11.8.15 22:25


Die kleinen Männer vom Attersee

Nun, da ich langsam auf die 30 zugehe, wurde es natürlich höchste Zeit, auf eine Ü30-Party zu gehen, solange ich noch U30 bin.

Nach aufwendigen Arbeiten an Makeup, Kleidung und Frisur, für die ein Archäologie-Studium hilfreich gewesen wäre oder besser noch eine Ausbildung zur Restauratorin, sah ich also endlich aus wie eine guterhaltene Ü30-Frau: frisch und unverblüht, wie höchstens 29.
Diesen strahlenden Körper, Heim eines leuchtenden Intellekts, fuhr die Zukunftslinie also endlich in einen der Lusttempel Salzburgs, wir wollen keine Namen verschweigen, in das Republic.

Nachdem ich dort Eintritt bezahlt, Garderobengeld geblecht ("Gehören der Schal und die Weste auch Dir? Die Garderobe kostet PRO STÜCK einen Euro...") fing ich bereits gereizt an zu transpirieren, das aufgemalte Gesicht einer jungen Frau drohte davonzufließen. Ich hoffe, vor Stress, kontaktfreudig und bezaubernd wirken zu wollen, nicht auf die Toilette zu müssen und dort auf die geldgeile Klofrau zu treffen.
Gelernt ist gelernt, bald hielt ich meinen besten Freund in den Händen: ein kühles Helles. Natürlich nicht so sexy wie irgendein Getränk namens piripriri, batidadecoco oder irgendwas, das man mit gespreizten Fingernägeln lasziv aus Strohhalmen trinken kann, während einem das kleine Lacktäschchen irgendwo in der Achselhöhle baumelt, aber trotzdem: das Getränk der Erhabenen.

So ließ ich meinen Blick durch den Raum wandern und gewahrte vereinzelte Männergruppen, die ihre breiten Schultern an den Tresen lehnten und allen Frauen nachgierten, die (wenigstens von hinten) irgendeine Ähnlichkeit mit Jennifer Lopez hatten. Die Arschfixierten findet man also an der Bar, vermerkte ich.
Auf der Tanzfläche rotierte die gesamte Sommerkollektion von Orsay in spastischen Verrenkungen, versuchte, mittels Zuckungen der Gesäße eben jene breitschultrigen Wesen von der Bar zu attraktieren, die sich jedoch durch die wasserstoffblonden Haare von ihren J-Lo-Phantasien abgelenkt fühlten. Zum ersten Mal beschlich mich eine Ahnung, dass dies ein einsamer Abend werden würde.

Nachdem ich entdeckt hatte, dass man bereits in den größeren Saal, den eigentlichen Ortes der Begegnung mit Menschen über 30, gehen konnte, tat ich das auch. Was hätte ich auch sonst tun sollen? Mein Getränk war noch voll, die Blase nicht, mehr wurde in dem Schuppen nicht geboten.
Auf diesen wenigen Schritten schauten mich nicht einmal die Securitys, die die Tür bewachten, durch die man gehen musste, lüstern an. Was hatte ich falsch gemacht? Hätte ich mir doch freudsche Denkerfalten auf die Stirn malen sollen, um nicht nur bestechend auszusehen, sondern eben auch weise, durch das Altern gereift?
Was SIND Menschen über 30? Was würde mich erwarten? Die Sekunden, in denen ich den Raum wechselte, sie wurden zum wirklichen Krimi, schon meinte ich, David Bowies Stimme zu vernehmen, schon erahnte die Peripherie meinen Sichtfeldes das auswerfende Glitzern von Discokugeln, jetzt gleich, ja......

Es war ... so ergreifend, majestätisch, es war, als würde man eine Familie von spielenden Luchsen in den wilden Weiten überraschen, es war wie der Sonnenauf- und der Monduntergang ... eine große Halle, an der Bar lehnten Männergruppen, ebenso an den Tischen davor, auf der Tanzfläche zuckten Frauen. Ich stürzte mit großen, lebensdurstigen Schlucken mein Bier hinunter, um sogleich ein neues zu bestellen. Ich wollte mich ein bisschen betäuben. So suchte ich mir einen Platz in dieser Mischzone, wo trinkende Männer und tanzende Frauen sich zu vermischen begannen, und studierte anhand diesen Menschen das Leben jenseits der 30, das mich da auch in einigen Monaten erwartet.

Ich bin es gewöhnt, in Salzburg allein herumzustehen, ich stehe alleine an Bushaltestellen, alleine im Theater herum, alleine auf Konzerten, ich trinke alleine meinen Feierabendspritzer, gehe sonntags ins Café und lese alleine eine Zeitung, abends in Kneipen, da FÜHLE ich mich dann auch alleine. Man könnte sagen, ich fühlte mich unwohl und wollte gerade mein Bier austrinken, als sich kleine, hobbithafte Gestalten näherten und sich vor mir postierten. Ich trug an diesem Abend Stiefel mit Absatz, mit denen bin ich vermutlich 186 groß. Diese Männlein posierten neben mir, wie andere Menschen bei Madame Thussaud´s neben Jack the Ripper oder Michael Jordan für Fotos stillhalten. Unter diesen Miniaturen gab es einen Anführer, der für die Konversation mit mir zuständig war, geschätzte 1,5 Promille. Irgendwie war es mir möglich herauszuhören, dass es sich um Männer vom Attersee handelte. Diese Information beeindruckte mich offensichtlich sehr, denn der Rädelsführer blickte mich begeistert an und sagte etwas wie "Wiirrrrrr woll n abbpha nur pettingg odaaa schmuuuuusn."
Dieses Vergehen ließ ich mir sofort teuer mit einem Freigetränk bezahlen, fragte mich aber doch, wie die kleinen Männer vom Attersee auf den Gedanken gekommen sein könnten, dass ... da bemerkte ich einen wiederum stattlichen Mann, der mich während einer erhitzter Diskussion mit seinem Kumpel anstarrte, was mich irritierte, weshalb ich ihn sogleich fragte, was er so starre. "Najoaj, mia hamm uns grad übaleckt, ob Du normalerweis no so a Peitsche in deinen Stiefl steckn hast, ha hah ha weißt haha so ... dominant."
Ich beruhigte meine Nerven mit einem weiteren Getränk der Männer vom Attersee und beschloss, diesen Ort des Grauens zu verlassen.

Am Nachhauseweg ging ich eine Gasse entlang, als mir ein Mann entgegenkam, den ich ignorierte, denn ich hatte genug von Männern. Auf gleicher Höhe, sah ich ihn sich mir nachdrehen und hörte ihn andächtig in meinen Rücken sprechen: "Eine schöne Frau ... schön ... und ... laut ..."
Nachdenklich setzte ich meinen Weg fort.
Da sah ich schon wieder einen Mann! Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, wenn man einem Menschen begegnet, dass es sich um einen Mann handelt, sie beträgt vermutlich ca 50%, doch durch diesen Abend war ich etwas geprägt. Es ist, als wenn man durch eine Wiese geht und tritt in ein Hundehäufchen, verärgert blickt man sich um und auf einmal, wie Maulwürfshügel, die ganze Wiese voller ...
Jedenfalls stand da also einer, lungerte an einer Hausecke herum. Ich war schon einige Schritte weiter, als ich einen Verdacht hatte, umkehrte und - im Zorn des Abends - denn Mann zur Rede stellte. Ich fragte ihn, ob er etwa gerade vorhabe, hier einfach an die Mauer zu pinkeln!
Mir blickte das ganze Entsetzen dieser Erde entgegen und bärtige Männerlippen formten die Worte: "Aber nein, ich warte doch nur auf den Papa!"

Ich vermute, dass auch dieser Mann deutlich über 30 war, so hatte ich für diesen Abend genug gelernt und kam auch glücklich und gereift zuhause an.
4.2.09 21:18


Ich bin in China!

Weil ich stolz bin, in China zu sein:

www.myblog.de/JuliaChina.

Das bin mal ich von meiner familiären Seite.
3.1.08 16:09


Manchmal fahre ich gerne Zug.

Man kann aus dem Fenster gucken, die Landschaft fährt an einem vorbei, man selbst auf etwas zu. Ideale Grundvoraussetzungen für die pantomimische Lebensdarstellung eines Ego-Trips, quasi.
Doch stets aufs Neue unerträglich gestaltet sich für mich der Moment, in dem ein neuer Bahnhof angebremst wird. Manchmal befreit einen dieser Stop von Leberkäse-verschlingenden Mitreisenden, doch eines ist geradezu unvermeidlich:
Neue Fahrgäste betreten die Abteile.

Und das kann nicht auf irgendeine Weise geschehen, nein: Wie in kochendes Wasser geworfene Hummer verkrampfen sie sich in den engen Gängen, strecken einem ihre rohen Hintern ins Gesicht und blicken wiederholt und gründlich auf die Reserviert-Schildchen. Als ob sie, von einem sich fremd anfühlenden Zustand adoptiert, auf der Suche nach ihren Leiblichen Eltern wären, fordern sie jede Anzeige nacheinander mit weinerlichen Blicken auf, ihren Namen zu verkünden. Doch kein Schildchen lädt zur Identitätsverschmelzung ein!
Kein Sitz will sie in seinen mütterlichen Schoß aufnehmen!
Nach der Enttäuschung über fremde Destinationen auf herzlosen Digitalanzeigen oder Papierzettelchen entlädt sich dieser frische Schmerz, diese erfahrene, unfamiliäre Grobheit anklagend in einem unbrüderlichen Blick auf den, der da bereits einen Sitzplatz gefunden hat.
65 Gang... das hätte ICH sein können!

Ich, 64 Fenster, schäme mich meiner grundlosen Abneigung diesem unvermeidlichen Verhalten gegenüber und starre raus auf den Bahnsteig, um die wabernden Menschenmenge mit ihren fatalistischen Schlachthaus-Blicken zu entgehen, doch da vermengt sich der Anblick des Bahnhofs mit der Spiegelung eines bekannten Gesichtes...
Ich blicke mir selbst entgengen, anklagend, unschwesterlich, und fordere die Welt außerhalb auf, doch endlich wieder an mir vorbei zu fahren..+


Bild: wdr.de
26.6.07 22:41


Mein liebes Internet-Tagebuch, liebe Silberfischchen. Immer wenn ich das Licht einschalte, verschwindet ihr in Ritzen, schaut ihr mich mit eurer versteckten Stille an und doch kommt ihr zurück: Weltfremd seid ihr daheim.
Ich will eure überflüssige Cocktailkirsche im Jugendgetränk Leben sein, fischt sie raus, schaut ein bisschen angewidert drauf und dann macht damit, was ihr wollt!

Heute kamen meine Beine aus dem Urlaub zurück. Morgen werde ich sie ausführen: Morgens rasieren, mittags hochlegen und abends schwingen. Eventuell auf einem Tanzparkett, gemäß ihrer Wünsche. Im unzerbombten Randbezirk der Stadt Österreich werde ich lallend auf meinen Cinderella-Füßen über Kopfsteinpflaster fallen und eventuell ein ganzes Bein verlieren. Das kann mir dann mein Prinz zurückgeben, nachdem er um Mitternacht herum in seiner tiefergelegten Mozartkugel, gezogen von Haflingern, mir über den verbliebenen Fuß gerollt ist.
Der gemeine Jedermann wird versuchen, über die Vernachlässigung seiner Fürsorgepflicht hinwegzutäuschen, indem er sich in einem Querverweis auf eine Fußnote rausredet. Das tut er, um meine Aufmerksamkeit auf meinen fehlenden zu lenken.

Ich benötige Sandalen. In meinen ausgelatschten Sneakern versuche ich den Anschein eines Stöckelns, die Illusion des Stöckelns zu erzeugen, während ich in Wahrheit durch die Griesgasse latsche und mich gräme. Wie ein übellauniges Kamel latsche ich, reihe ich mich in eine Karavane Japaner ein, überrage ihre Köpfe um einige. Tatsächlich fällt mein Blick schon wieder auf Mozarts Geburtshaus. Ein Chinese fotografiert das Aushängeschild eines chinesischen Restaurants. Jüngst fotografierte ich die Nordsee und enttäuschte mich am Fischmarkt an der Salzach, dabei fühle ich mich nur rein liebeskomatös nordisch. Das ist wie mit dem verlorenen Bein, auch wenn das noch dran ist: Es tut noch weh.

Letztens überlegte ich mir einmal, wie es um die Weltbevölkerung stände, wenn Kinder tatsächlich nur mit Liebe gezeugt würden.
14.6.07 23:11


Iva Nova formierten sich 2002 in St. Petersburg als Frauenband, die mit Händen und Füßen, Charme und allerhand Schlag- Zupf- und Schleuderinstrumenten Musik produziert, die als Folklore-Punk zu bezeichnen viel zu beschränkend wäre.

Hier sind fünf musikalische Herzen am Werk und ich durfte sie gestern im Ost Klub schlagen hören. Und es wurde einiges geschlagen: Kuhglocken, Brustkörbe, Trommeln, Gongs und Dinge, deren Namen ich nicht einmal kenne. Die fünf Damen ließen sich nicht lumpen und gaben gute 90 Minuten lang derart Gas, dass die Bude ordentlich wackelte.
Es ist ihrem musikalischen Vermögen zu verdanken, dass der Wahnsinn, der sich auf der Bühne abspielte, einen säuberlichen Klangteppich abgab. Klar und deutlich zieht jedes Musikinstrument seine Linie, nehmen sich die Gitarren zugunsten der Rasseln der Sängerin zurück, werden von der Schlagzeugerin im Hintergrund mit leidenschaftlich geschlossenen Augen in stillen Momenten kleine Schläuche pfeifend um das Mikrofon geschleudert, ehe sie mit allem was sie hat ihre Basstrommeln bearbeitet, dazu russische Gesänge, deren Texte man zwar nicht versteht, aber irgendwie doch deren Bedeutung.





Schwer zu beschreiben, was genau die Wirkung ihrer Musik ausmacht, nicht zuletzt werden es die Musikerinnen selbst sein. Sie tragen irgendwie auch in Röcken Hosen. Und dennoch strahlen sie eine entzückende Weiblichkeit aus und packen unglaublich viel Gefühl und Lebensfreude in ihre Musik.
Und unter uns: Der Sex ist Fleisch geworden und spielt in dieser Band das Akkordeon. Mein Gott!
Manchmal traute man sich kaum, diese Frau anzuschauen und sie versucht durch das Aufreißen ihrer Sinnesorgane das gesamte Publikum zu verschlingen.
Ein großartiger sinnlich belebender Abend und das Rockigste, das ich jemals gehört habe.

Wer ein Konzert von Iva Nova verpasst, ist selbst schuld.



Iva Nova @ Myspace

YouTube
23.3.07 14:25


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